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Verschlusssache

KORK oder NICHT KORK - das ist hier die Frage!

Und ich nehme die Antwort gleich vorweg -

Winner

NICHT KORK!


LANG LEBE DER SCHRAUBER !!


Warum Alternativverschlüsse?

Die Nachfrage nach Alternativen zum Naturkork ist aufgrund der Preisentwicklung auf dem Korkmarkt und vorallem wegen den andauernden Problemen mit dem traditionellen Naturkork (
Korkschmecker) zunehmend gestiegen. Da es sich beim Produkt Wein jedoch um ein sehr mit Traditionen behaftetes Kulturgetränk handelt, ist die Nutzung alternativer Verschlüsse eingeschränkt.Korki
Seit Jahrhunderten werden Weinflaschen mit Naturkorken verschlossen. Die Zeremonie des Öffnens der Flasche mit dem Korkenzieher ist für viele, wenn auch teilweise umständlich, eine liebgewonnene Tradition geworden. Der traditionelle Weinkonsument bevorzugt also den Naturkork als Flaschenverschluss, er wünscht das "Öffnungsritual" mit dem Korkenzieher und das vertraute "PLOPP".
Das ist aber eher Vergleichbar mit dem Verzicht einer Servo-Lenkung oder einer Bremskraftunterstützung bei modernen Autos. Man kennt nicht viele Personen, die aus Liebe zur Tradition nur mit Oldtimer fahren, und sich aus Prinzip nicht in ein neues Auto setzen würden.
Jedoch kenne ich persönlich viele Leute, die aus Tradition keinesfalls einen Wein mit Schrauber probieren würden.
Tja, was der Bauer nicht kennt...

Aber was verbirgt sich nun hinter den so historischen
Naturkorken?Korkproduktion
Diese werden aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Es handelt sich hier um ein reines Naturprodukt und die Korken werden aus einem Stück aus der Korkeiche herausgeschnitten.
Aber genau in diesem Naturprodukt, können auch die lieben Bakterien wohnen. Und diese sind dann mit ihren Abgasen verantwortlich für den gefürchteten
Korkschmecker.
Jedoch viele halten den Naturkork für ein Qualitätsmerkmal und unersetzbar.
Es ist schon klar, dass gegen gute Naturkorken nichts einzuwenden ist, jedoch verteuern sehr gute Korken eine Flasche Wein um bis zu einem Euro!Korkis Ein Naturkorken ist um so besser, je länger und elastischer er ist. Die Qualität eines Korkens ist auch um so besser, je glatter die Oberfläche ist. Das wird jedoch teilweise auch durch Kosmetik vorgetäuscht.
Die Beschichtungen von Korken, übrigens kaum noch mit Parafin, sondern in der Regel mit Silikon und Kautschuk- Beschichtungen, dienen zur Verbesserung der Dichtigkeit, insbesondere bei stehender Lagerung und der Verbesserung des Verkorkungsverhaltens.
Naturkork muss wachsen und kann nicht in beliebiger Menge produziert werden. Er wird daher immer seltener. Naturkork hat daher nicht nur Vorteile, und das Schlimmste am Kork, sie sind Ursache für den häufigsten Weinfehler, den
Korkschmecker
Bei steigenden Preisen ist die Qualität der Stoppel in den letzten Jahren deutlich gesunken. Auch wenn unsere Weine bisher von größeren Problemen verschont geblieben sind, das Risiko des "faulen" Korkgeschmacks, also Korkschmecker steigt stetig. Auch nicht zu unterschätzen ist der Anteil der sogennanten "schleichenden" Korkfehler. Dies sind Fehler die den Wein nicht völlig ungenießbar machen, aber einen deutlichen Qualitätsverlust des Weines verursachen. Dies führt bei vielen Konsumenten zu dem Vorurteil, dass man einen unterduchschnittlichen Wein vor sich hat und nicht die Qualität, die eigentlich der Winzer verspricht. Der Gesamtanteil an Korkschmeckern wird auf bis zu 10% (!) geschätzt.
Als billigere Variante kommt auch der PresskorkenVerbundkorken (Verbundkorken) zum Einsatz.
Presskorken werden nicht in einem Stück aus der Korkeiche herausgeschnitten, sondern es handelt sich um Korkgranulat, das mit Hilfe von Harz gebunden wurde. Presskorken sind deutlich billiger als Naturkorken.
Verbundkorken2 Bessere Presskorken haben oben und unten eine Naturkorkscheibe. Damit soll verhindert werden, dass der Leim negativen Einfluss auf den Wein nimmt. Ob das zutrifft, darf bezweifelt werden.

Zur Vermeidung von Korkschmeckern hat es verschiedene Versuche gegeben, Korken vor der Nutzung zu behandeln. Besonders euphorisch wurde dabei die Methode gehandelt, die Korken durch eine Mikrowellenbehandlung vorher zu sterilisieren. Da gibt es aber mittlerweile viele kritische Stimmen, die nicht mehr an den Nutzen dieser Methode glauben. Aktuell gibt es ein Verfahren, bei dem die für den Korkschmecker verantwortlichen Substanzen deaktiviert werden sollen. Hier gibt es aber noch keine grossen Erfahrungen.
Wozu aber das ganze?
Mittlerweile haben ja zahlreiche Untersuchungen bewiesen, daß auch nach 30 Jahren Weiß- und Rotweine, die mit Naturkork verschlossen waren nicht besser gereift sind, als solche mit Schraubverschluß oder gar Kronenkork. Die weitverbreitete Meinung, daß der Naturkork den Wein "atmen" läßt und dadurch seine Entwicklung fördert, ist damit endgültig widerlegt.

Kunststoffkork als Alternative?Plastik
Der ist ja dem Naturkork in seinem äußeren Erscheinungsbild sehr ähnlich, und bevor man die Kapsel nicht entfernt, weiss man auch nichts davon. Ausserdem passt dieser in die gebräuchlichen Weinflaschen, und... - ploppt.
Plastik buntAuch gibt es ihn in lustigen Farben. Schön.
Zum Öffnen brauchen wir aber wieder einen Korkenzieher, den man hoffentlich immer dabei hat. Vielleicht auch zwei oder drei, denn es kann schon vorkommen, dass der Stoppel so fest sitzt, dass man sich die Öffner ruiniert.
Wie man mittlerweile ebenfalls herausgefunden hat, eignen sich die in den letzten Jahren verstärkt verwendeten Kunststoffstoppel nur für Weine, die innerhalb von fünf Jahren getrunken werden sollen.
Eine echte Alternative ist der Plastikstöppel also nicht!

Sanfte Versuche vom Kork abzukommen...
Da gibt es zum Beispiel eine Kombination von Naturkork und Kunstoffstöpsel.
Sehr Originell. Nachteile aller Verschlüsse vereinigt Euch...
Korkschrauber??
Und auch sehr skuril:
Kork mit integriertem Schraubmechanismus. Zuminsdest braucht man bei dieser Variante keinen Korkenzieher um auf einen eventuellen Korkschmecker zu stossen...
Aber wie kommen der Sache schon näher.

Glasverschluß
Hübsch? - Edel? - Elegant?
GlasRecht einfach zu öffnen, keine Gefahr von Korkfehlern, wiederverschließbar und überhaupt, Glas passt doch einfach gut zur Flasche, oder?
Oder?
Oder vertraut man auf Jahre seine teuren Schätze einen Gummiringerl an?
Denn genau dieser kleine Gummiring ist für die Abdichtung der Flasche verantwortlich. Der Rest ist Kosmetik. Statt Glas könnte man alle möglichen, lebensmittelneutralen Materalien verwenden.
wie z.B.: Kunststoff, Metall, Holz, Beton.. ok, letzteres ist vielleicht nicht ganz lebensmittelecht und auszuschliessen, aber der Gedanke an einen getosteten Eichenkorken, also Barrique, hat was...
Jedoch sind wir immer noch beim Gummiringerl. Das ist bei allen Varianten immer noch drauf. Bin gespannt, wie sich dieses nach Jahren im feuchten oder trockenen Keller verändert.
Porös? Rissig? Luft- und Weindurchlässig? Wir werden's sehen...

And the Winner is: Der "Schrauber"
Der Schraubverschluß dagegen, ist für Wein schon seit Jahrzehnten in vielen Ländern erprobt. Der Verschluss bleibt ewig lange dicht und macht eine Schrauberechte Flaschenreife ohne Korkgeschmack-Risiko möglich.
Im Alltag äußerst praktisch, auf, zu, auf, zu, auf, etc.
Das heisst; Es entfällt das sehr umständliche Hantieren mit dem Korkenzieher und das Zustoppeln.
(Falls man die Flasche nicht auf einmal ausgetrinkt. Das soll ja auch vorkommen..)
Ausserdem findet man keine Korkbrösel mehr im Wein.

Leider wurden Schraubverschlüsse traditionell wegen des Preisvorteils eher für einfache Trinkweine eingesetzt, sodass der Verbraucher beim Wein einen Schraubverschluss automatisch mit einem billigen "Gschloda" verbindet.
z.B. Polz, Sabathi, Gesellmann Jamek u.a. können dies aber gottseidank mit ihren Schraubern widerlegen!

Kronekorken und TetraPak
Das gleiche Schicksal erleiden aber auch Kronekorken und TetraPak, Kronenkorkwelche noch minderweriger eingestuft werden.
Zum Teil richtig, aber trotzdem rein technisch der ideale Verschluss. Beim TetraPak kommt da noch der Vorteil der Lichtundurchlässigkeit dazu.
Tetra Pak schützt, was gut ist, heisst es ja, und millionen Milchpakln können nicht irren...
Was "Parkbankbewohnern" aber wahrscheinlich ziemlich wurscht ist...

Der perfekte Verschluss
wird eine Revolution am Weinmarkt.
Den werde ich hoffentlich in Kürze vorstellen...

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